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Wie Flüsse die Geschichte prägen

Maas, Waal, Linge, Lek und Rhein: Flüsse gibt es in der Betuwe viele. Früher bildeten sie die natürliche Grenze zwischen Machthabern. Kaum verwunderlich also, dass die Betuwe regelmäßig Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen war. Doch die Soldaten wussten die Flüsse auch für sich zu nutzen. Um Feinde auf Abstand zu halten, setzten sie ganze Landstriche kontrolliert unter Wasser. Zwischen 1815 und 1940 wurde in den Niederlanden für genau diesen Zweck eine 85 Kilometer lange Verteidigungslinie angelegt, die „Nieuwe Hollandse Waterlinie“. Sie verläuft auch durch die Betuwe und verbindet heute spannende Sehenswürdigkeiten miteinander.

Holland-Urlaub mit Kulturgenuss

2021 erklärte die UNESCO die Nieuwe Hollandse Waterlinie zum Weltkulturerbe. Einer der schönsten Abschnitte liegt dort, wo die Flüsse Maas und Waal zusammen in die Merwede fließen. Hier können Ausflügler die Wasserburg Slot Loevestein und die hübschen Festungsstädtchen Gorinchem und Woudrichem besichtigen – allesamt Teil der ehemaligen Verteidigungsanlage. Gegenüber der Wasserburg, auf der anderen Seite der Waal, heißt Fort Vuren Besucher zu einer Führung willkommen. Sie können sogar über Nacht bleiben, denn in den Gemäuern ist heute ein gemütliches Bed & Breakfast untergebracht.

Culemborg

Auch das Städtchen Culemborg ist ein guter Ausgangspunkt, um in die Geschichte der Nieuwe Hollandse Waterlinie einzutauchen. „De Liniepont“, eine kleine Fußgänger- und Radfahrer-Fähre, pendelt zwischen drei ehemaligen Verteidigungsanlagen: Werk aan het Spoel, Fort Everdingen und Werk aan de Groeneweg. Die schöne Gegend lädt zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Im Werk aan het Spoel befindet sich heute ein Amphitheater. Lust auf einen lauen Sommerabend mit Konzertmusik? Durstigen Zeitreisenden sei zudem ein Zwischenstopp in der Bierbrauerei ans Herz gelegt, die im Fort Everdingen ihre Kessel aufgestellt hat.

Noch mehr Welterbe in der Betuwe

Schon die Römer orientierten sich an Flüssen und nutzen sie als natürliches Hindernis. Entlang des Rheins verlief deshalb ein bedeutender Grenzabschnitt des Römischen Reiches: Der Niedergermanische Limes. Um ihn zu bewachen, wurden Wachtürme, Wege und Lager errichtet. Überbleibsel sind noch heute zu sehen. Der Limes ist deshalb nicht nur das größte archäologische Denkmal der Niederlande, sondern gehört seit 2021 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die schönste Art, den Spuren der Römer zu folgen, ist eine Fahrradtour entlang der 50 Kilometer langen Limes-Route.

Tipp für Familien mit Kids

Auf einer ehemaligen Fort-Insel der Nieuwe Hollandse Waterlinie liegt das Ausflugsziel GeoFort. Wo früher nach Feinden Ausschau gehalten wurde, dreht sich jetzt alles um die Erde: Kinder und Erwachsene lernen spielerisch allerhand über die Themen Energiewende, Klimawandel und Wassermanagement.